Dermatologische Pflege für die Empfindliche Haut. made in Switzerland.

Therapiegebiet

«Neurodermitis»

Bei der Neurodermitis (auch atopische Dermatitis, atopisches Ekzem genannt) handelt es sich um eine stark juckende, nicht-ansteckende Hautkrankheit. Sie kommt oft zusammen mit anderen allergischen Erkrankungen wie Heuschnupfen, Asthma, Nesselfieber oder Nahrungsmittelallergien vor. Dabei treten diese Erkrankungen gleichzeitig oder nacheinander auf.
Menschen mit Neurodermitis leiden unter einem starken Juckreiz, vor allem auch nachts. Die Haut ist trocken und empfindlich. Immer wieder kommt es zu einem Ekzem mit geröteten, schuppenden und teilweise auch nässenden Hautstellen. Die Beschwerden treten häufig schubweise auf und können in ihrem Schweregrad stark variieren. Je nach Alter der betroffenen Person sind unterschiedliche Körperregionen betroffen, wie das Gesicht, die Kopfhaut, der Rumpf, das Gesäß oder die Gliedmaßen (Ellen- und Kniebeugen).
Neurodermitis kommt vor allem im frühen Kindesalter sehr häufig vor. Sie beginnt bei Säuglingen meist an der Kopfhaut und den Wangen und wird umgangssprachlich dann oft als Milchschorf bezeichnet. Das Ekzem bessert sich vielfach bis zum Schulalter oder heilt nach der Pubertät aus. Die Haut bleibt jedoch meist empfindlicher und neigt zur Trockenheit, so dass sie eine gute Pflege benötigt.


Ursache

Die Ursache einer Neurodermitis ist bis heute nicht genau geklärt. Häufig besteht eine erblich bedingte Veranlagung. Für einen Ausbruch der Krankheit können schließlich verschiedene Faktoren verantwortlich sein. Dazu zählen eine gestörte Hautbarriere mit einer erhöhten Neigung zur Trockenheit, Jahreszeitbedingte Faktoren, Allergien, Infektionen, Medikamente oder auch psychischer Stress. Zusätzlich verstärkend wirken können Hautreizungen durch Chemikalien, z. B. Putz- oder Waschmittel, bestimmte Textilien oder häufige Schwimmbadbesuche.


Behandlungsmöglichkeiten

Neurodermitis ist eine chronische Krankheit, die bisher nicht heilbar ist. Jedoch können verschiedene Maßnahmen dazu beitragen, die Symptome zu lindern.

Nicht Medikamentöse Maßnahme:

  • Spezifische Auslöser für die Beschwerden sollten vermieden werden. So wirken sich Kleidungsstücke aus Wolle und synthetischem Material oft sehr ungünstig auf die Beschwerden einer Neurodermitis aus. Deshalb sollten diese Materialien, insbesondere bei Kindern, vermieden werden. Baumwolle ist in der Regel gut verträglich. Häufig wird auch beobachtet, dass gerade Kinder und Säuglinge auf bestimmte Nahrungsmittel mit einer Verstärkung der Neurodermitis reagieren, genannt werden tierisches Eiweiss, Weizenmehl, Fruchtsäuren, Zucker und einige Gemüsearten.
  • Um den Juckreiz zu lindern und die Austrocknung der Haut zu vermeiden, wird eine schonende, tägliche Basispflege mit rückfettenden und harnstoffhaltigen Cremes empfohlen. Zum Waschen sollen milde Seifen oder geeignete Bade-/Duschöle verwendet werden. Gebadet werden soll nur kurz, in warmem Wasser, da das Bad die Haut zwar hydratisiert, aber gleichzeitig auch austrocknet. Direkt nach dem Abtrocknen sollte die Haut gepflegt werden. Ziel ist es, die Barrierefunktion der Haut zu stärken und die Hautfeuchtigkeit zu regulieren.
  • Besonders in den Übergangszeiten (Frühjahr, Herbst) tritt die Neurodermitis bevorzugt und in starken Schüben auf. Gute Erfolge kann ein Klimawechsel bringen, geeignet ist ein Höhen- (über 1'000 m) oder Meeresklima. Starkes Schwitzen sollte jedoch vermieden werden, da durch den Schweiss die Hauterscheinungen verschlechtert werden.
  • Stresserlebnisse führen bei Neurodermitis oft zu einer Verschlechterung des Krankheitsbildes oder zu neuen Krankheitsschüben. Zusätzlich verschlimmernd wirkt, dass Personen mit Neurodermitis offensichtlich häufiger eine reduzierte Fähigkeit zur Stressbewältigung aufweisen. Zur besseren Verarbeitung von Stresssituationen können Entspannungstechniken erlernt und eingesetzt werden. 


Medikamentöse Maßnahme:

  • Es stehen heute verschiedene medikamentöse Therapieoptionen zur äußeren und inneren Anwendung zur Verfügung. So werden hautpflegende, hydratisierende und hypoallergene Salben, Cremen und Lotionen, mit oder ohne Kortison, eingesetzt. Daneben stehen auch neuere Medikamente, so beispielsweise die sogenannten Calcineurininhibitoren oder Immunmodulatoren, zur Verfügung. Bei einigen Betroffenen zeigten auch Behandlungen mit ultraviolettem Licht Erfolg.

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